Ausstellung: JOHANN PETER EICHMEIER. EINE SPURENSUCHE.

Wann:
24. September 2017 @ 11:00 – 17:00
2017-09-24T11:00:00+02:00
2017-09-24T17:00:00+02:00

Johann Peter Eichmeier wird am 21. Februar 1966 in Hamburg-Blankenese geboren.
Bereits in seinem ersten Zeugnis von 1973 in der Volks-Realschule heißt es:

„ Seine Schrift ist noch ungelenk, im Gegensatz zu auffallender Sicherheit im gestalterischen Raum.“ Mit 16 Jahren zeichnete sich bei Eichmeier, der schon in frühen Jahren bildkünstlerisches Talent bewies, die Entscheidung ab, seine Begabung zur Profession zu machen. Großvater und Onkel aus Rendsburg förderten seinen Weg, und so konnte er auf einer Studienreise 1983 nach Paris, wo wunderbare Stadtlandschaften entstanden, erste Schritte zu einem eigenständigen Kunststil entwickeln. Er orientierte sich an den großen Meistern, von denen er immerzu lernen wollte.

Darüber hinaus ließ sich Eichmeier im Atelier des Hamburger Malers Bruno Bruni inspirieren und eiferte seinem Vorbild, dem in Blankenese lebenden Horst Janssen, nach. Es entstand eine Fülle von Bildern, in denen die künstlerischen Ausdrucksmittel zunehmend deutlicher und vielseitiger hervortraten. Er schuf Landschaftsbilder aus Schleswig-Holstein und machte seine Heimatstadt häufig zum Motiv seiner Werke. Ferner entstand eine Unmenge von Portraits bekannter Persönlichkeiten, von Schriftstellern, Malern und Politikern. Eichmeier zeichnete und malte unablässig.

„… Sie stehen auf der Lebensstufe, wo der junge Mensch, falls die Natur ihm genug mitgegeben hat, ein Individuum, eine Persönlichkeit zu werden versucht. Neunundneunzig von Hundert geben diesen Versuch bald wieder auf, er ist unbequem und stellt hohe Forderungen, während, der Weg in die Anpassung, in die Bürgerlichkeit, ins Geldverdienen etc. so viel leichter ist. Aber der eine von hundert, der den Weg nicht aufgibt, sondern weitergeht, wird immer wieder da sein, für ihn hat zwar der breite Weg auch seine große Verlockung aber er hat keine Wahl, er ist zu anderem bestimmt. Und damit ist er von den anderen neunundneunzig abgetrennt und wird es zeitlebens bleiben.“

Dieses Zitat von Hermann Hesse fand sich auf der Rückseite eines Portraits des Schriftstellers, das der Künstler von ihm gemalt hat.
In seinen Tagebuchaufzeichnungen vermittelt uns Eichmeier einen intensiven Eindruck seiner künstlerischen Auseinandersetzung.

Im Frühjahr 1984 schrieb er an seinen Onkel: „… ich fühlte mich noch nie so frei + ungezwungen, so hämmungslos + selbstsicher. Ich fühle mich frei…“

Noch während der Schulzeit – 18jährig – bewarb er sich an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und verpasste den Abgabetermin für seine Zeichenmappe, da er, um Geld zu verdienen, auf dem Bau arbeitete und deshalb zu spät kam. Im Herbst 1986 hat Eichmeier seine erste und einzige Ausstellung zu Lebzeiten, die in der Galerie Harms in Rendsburg stattfand, gehabt.

Sein Gesundheitszustand – er litt an einer asthmatischen Erkrankung – verschlechterte sich zu diesem Zeitpunkt. Diese Tatsache hinderte ihn allerdings nicht daran, weiter zu malen. Sein Tod kam für seine Umgebung am 11. August 1987 überraschend.
Im Alter von nur 21 Jahren starb ein außergewöhnlich begabter Künstler, der sich unablässig auf der Suche nach der künstlerischen Wahrheit befand.

Dauer der Ausstellung: 10. September 2017 – 29. September 2017
Öffnungszeiten: samstags von 14.00 – 17.00 Uhr, sonntags von 11.00 – 17.00 Uhr