Finissage: Skulpturen CROSSOVER-Ausstellung

Wann:
4. August 2019 um 11:00
2019-08-04T11:00:00+02:00
2019-08-04T11:15:00+02:00

 

SKULPTURENAUSSTELLUNG IM TORHAUS UND IN DER IMBA-GALERIE CROSSOVER – Skulpturen aus Simbabwe und Deutschland
von
Hans Ulrich Kittelmann / Oliver Schüler-Lürssen / Katrin Tarnowski / Rickson Z. Murehwa sowie
Steinbildhauern aus Simbabwe

Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten:

Torhaus: 20.7.- 4.8.2019
Vernissage Sa. 20.7.2019, 17.00 Uhr, Einführung Bernd M. Kraske, 18.00 danach Fr/Sa/So sowie Mi 11.00 – 18.00
Finissage: So. 4.8.2019

IMBA-Galerie: 26.7.2019 – 11.8.2019 Vernissage Fr. 26.7.2019, 17.00, danach täglich 11.00 -19.00 Finissage So. 11.8.2019

Art in Progress: Rickson Z. Murehwa aus Simbabwe zeigt am 28.7 und 4.8.2019 im Torhaus und
vom 26.7. bis 11.8.2019 im Skulpturengarten der IMBA-Galerie, wie er aus Serpentine-Gestein eine Skulptur fertigt.

Adressen:
Torhaus, Wellingsbüttler Weg 75b, 22391 Hamburg
IMBA-Galerie, Hamburg-Winterhude, Bebelallee 7, 22299 Hamburg

In diesem Sommer richten das TORHAUS in Wellingsbüttel und die IMBA-Galerie in Win- terhude in Zusammenarbeit mit der Galerie Shona/Hamburg gemeinsam eine Ausstellung unter dem Titel CROSSOVER mit Bildhauern aus Deutschland und Simbabwe aus. Drei Künstler und eine Künstlerin treffen sich in dieser Ausstellung an zwei Orten zu einem künstlerischen Experiment. Was verbindet sie; was trennt? Überraschend ist: In ihren Werken zeigen sich bei aller unterschiedlichen Herkunft immer wieder Überschneidungen in Bewegung und Reduktion, aber auch Unterschiede in der Dramatik.

HANS ULRICH KITTELMANN

Da sind die Holz-Skulpturen des in Osterburg / Altmark geborenen HANS ULRICH KITTELMANN, der erst 2003 nach einem Chemiestudium und langjähriger Berufstätigkeit seine künstlerische Ausbildung bei Prof. Daoud Anad in Potsdam/Rehbrücke begann. Seit 2007 arbeitet der Bildhauer in einem eigenen Atelier, heute in Beelitz / Brandenburg.

HANS ULRICH KITTELMANN hat seine der Natur gewidmeten Werke an vielen Orten in Brandenburg sowie in Berlin, Hamburg und Würzburg ausgestellt. Er wird aus Wörlitz nach Hamburg kommen, wo in dieser Zeit Werke von ihm gezeigt werden.

Für HANS ULRICH KITTELMANN sind Bäume etwas Einzigartiges. Sie beherbergen Innere Botschaften und Ereignisse, die sie während ihres Wachstums, oft über mehrere Generationen, gesammelt und in vielfältigen Formen abgespeichert haben. Diese aufzuspüren und in künstlerischen Objekten sichtbar zu machen, ist die spannende Herausforderung bei seiner schöpferischen Tätigkeit. Der Begriff „intuitive Bildhauerei“ beschreibt diesen Schaffensprozess gut.

KATRIN TARNOWSKI

Bekannt ist KATRIN TARNOWSKI durch ihre meist großformatigen Schriftgemälde, in denen sie das Konzept des „interpretativen Schreibens“ sinngemäß auf die Malereiüberträgt. Maßgebend dafür war Martin Andersch’s Konzept, demzufolge die Schrift ihre Inhalte nicht nur über den Intellekt transportiert, sondern auch durch die ihr innewohnende Bildhaftigkeit.

Charakteristisch für ihre Skulpturen in Holz und Bronze ist ebenfalls deren zeichenhafte Anmutung und das Bestreben, durch bewusste Verknappung und Reduktion der Formen die Aussage zu verdichten und so auf das Wesentliche zu lenken. Solche Zeichenhaftigkeit verbindet die in dieser Ausstellung präsentierten Skulpturen mit ihren aus der Schrift entwickelten Arbeiten.

Geboren in Berlin, aufgewachsen in Berlin und Pommern sowie in Schleswig-Holstein, lebt und arbeitet KATRIN TARNOWSKI heute in Hamburg.

Sie absolvierte noch während ihrer Tätigkeit als Ärztin in eigener Praxis eine 8-jährige Ausbildung als Schreiberin abendländischer Schriften an der von Prof. Martin Andersch 1991 gegründeten Hamburger „Schule für Schrift“ und nahm 10 Jahre Unterricht bei Inge Wrocklage in deren Hamburger Atelier „la fabbrica“. Vertraut mit vielfältigenkünstlerischen Ausdrucksformen, strebte sie schon früh eine künstlerische Verbindung von Schrift und moderner Kunst in ihren Bildern und Skulpturen an.

OLIVER SCHÜLER-LÜRSSEN

Berufliche Erfahrungen als Schiffszimmermann auf einem traditionellen Großsegler und als Bühnenplastiker in den Werkstätten der Hamburgischen Staatsoper boten OLIVER SCHÜLER-LÜRSSEN eine Erweiterung der Techniken, Materialien und Formate. Seit 1992 arbeitet der Bildhauer selbstständig in seiner Werkstatt BELLEALLIANCE in Hamburg-Eimsbüttel.

Seinen Gedanken zum Werden und Vergehen plastisch Ausdruck zu verleihen, bewegt OLIVER SCHÜLER-LÜRSSEN seit seiner Ausbildung zum Holzbildhauer an der Werkkunstschule Flensburg Anfang der 80er Jahre.

Für seine künstlerischen Arbeiten nutzt er eine Mischtechnik aus dem Einsatz der Kettensäge zur Formgebung und des Bildhauereisens zur Ausarbeitung der Details. Die vielfältigen Strukturen seiner Werke werden gelegentlich dezent farblich unterstützt. So entstehen dramatisch-dynamische Skulpturen aus unterschiedlichen Hölzern.

RICKSON Z. MUREHWA

Der Bildhauer RICKSON Z. MUREHWA aus Simbabwe – kommt von einem Arbeitsbesuch in Avignon und der Dordogne zu uns. Mit ihm wurde ein Künstler eingeladen, der sich durch die außergewöhnlich filigrane Linienführung seiner Skulpturen in der internationalen Kunstszene einen Namen gemacht hat. Seine innovativen Skulpturen haben stilprägend zur Weiterentwicklung der Formensprache der Bildhauerkunst in Simbabwe beigetragen. Er ist heute einer der wichtigsten Vertreter der „New Shona Art“.

Seine Werke wurden u.a. in Galerien in den USA, Kanada, Australien, China, Frankreich und den Niederlanden sowie auf der Expo2000 in Hannover ausgestellt. RICKSON Z. MU- REHWA leitete das von UNDP geförderte Chitungwiza Art Centre und gründete eine Initia- tive zur Unterstützung HIV-infizierter Künstler in Simbabwe. Auf Bildhauer-Symposien und
-Workshops, so u.a. in Algerien, Deutschland und Frankreich, steht er immer wieder im Dialog mit internationalen Künstlern.

In RICKSON Z. MUREHWAs Abstraktionen und figürlichen Darstellungen zeigen sich Kraft, Kreativität und zuweilen Dramatik. Dort scheint das von ihm verwendete harte Serpentin-Gestein seine Robustheit zu verlieren und zu einem leicht formbaren Medium zu werden. Er lässt sich in seinen Werken immer wieder durch menschliche Gesten und die Natur inspirieren. Bei ihm sind Menschen-, Pflanzen- und Tierdarstellungen abstrakte Imaginationen und lassen dem Betrachter eigene Interpretationsspielräume.

Die Werke der Künstler und der Künstlerin werden im TORHAUS in Wellingsbüttel und in der IMBA-Galerie in Winterhude präsentiert. Im Skulpturengarten der IMBA-Galerie sind Skulpturen weiterer simbabwischer Bildhauer, darunter Bernard Matemera, Josiah Manzi, Taylor Nkomo oder Washington Matafi zu sehen.

Besondere Höhepunkte der Ausstellung:

  •   Am 28.7. und 4.8. wird RICKSON vor dem Torhaus in Wellingsbüttel zeigen, wie er aus rauem Serpentin-Gestein eine Skulptur erschafft. Er wird zeigen, wie er bei seiner Arbeit mit dem Stein ‚kommuniziert‘.
  •   Unter RICKSON Z. MUREHWAs Anleitung können interessierte Hobby-Bildhauer mit Originalsteinen aus Zimbabwe selbst Skulpturen erschaffen. Die Kurse finden im iIMBA-Skulpturengarten vom Montag 29.7. – Samstag 3.8. und von Montag 5.8.- Samstag 10.8.2019, jeweils von 9.00 – 13.00 und 13.30 – 17.30 statt. Anmeldung unter info@galerie-shona.org oder telefonisch unter 0177-5183524, für weitere Infor- mationen www.galerie-shona.org .