Veranstaltungen

Aug
23
So
2020
Vernissage: Katarina Jensen, „Piselotten“
Aug 23 um 11:00

 

 

Veranstaltungsflyer

Katarina Jensen ist eine äußerst spannende und ungewöhnliche Künstlerin. Durch die Folgen einer schweren Erkrankung ist sie fast blind.

Anhand ihrer aufregenden Biografie findet man Zugang zu ihren künstlerischen Werken. Ihre Bilder vermitteln eine besondere Sicht auf diese Welt, die der Betrachter neugierig erforschen muss. Der musikalischen Künstlerin hat es besonders Udo Lindenberg angetan, von dem einige Bilder entstanden sind.

Geboren am 6. Februar 1944 im sächsischen Leisnig wuchs sie nach einer aben- teuerlichen Flucht aus dem Osten ab 1945 in Plettenberg/Westfalen auf. Nach dem Magister Artium 1970 (sieben freie Künste) zog sie in eine Kölner Wohngemeinschaft und gründete dort das Frauenzentrum Ehrenfeld e.V. Wenig später zog sie in die Burgenländische Kommune von Otto Mühl, mit dem sie dann auch zusammenlebte. Dort gab es jeden Tag Mal- und Zeichenkurse und abendlich eineinhalb Stunden Aktzeichnen.

Sie engagierte sich nebenbei im kommuneeigenen Verlag, widmete sich1980 der Pädagogik und unterrichtete Kunst für Kinder- und Erwachsenengruppen. Eine Odyssee führte sie von Marseille über München bis an die Algarve, wo sich ein Freundeskreis mit 16 Erwachsenen und neun Kindern 1996 niederließ.

Katarina Jensen unterrichtete dort die Kinder in Sprache und Musik mit Schwerpunkt Jazz. Gleichzeitig malte sie die Landschaften der Algarve mit Acryl und Ölkreide.1998 erkrankte sie an Brustkrebs. Nach gelungener Operation zerstörte eine hormonelle Nachbehandlung ihre Makula (Netzhaut). In Sekundenschnelle war ihr Schriftbild verpixelt. Sie konnte weder lesen noch ihren gewohnten Beschäftigungen nachgehen:

„Für mich ein biografischer Nullpunkt. Allem zum Trotz, fand ich plötzlich meinen eigenen Weg und beschloss einen Neuanfang! Alles, was mir obsolet erschien, wie alte Zeichnungen und Zeitungen, unpassende Kleidung oder alte Klamotten, wurde zerrissen oder zerschnitten. Aber wegwerfen tat mir leid! ICH ERFAND DIE PISELOTTE.“

Öffnungszeiten: samstags von 14.00 – 17.00 Uhr, sonntags von 11.00 – 17.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 23. August – 13. September 2020.

Sep
13
So
2020
Finissage: Katarina Jensen, „Piselotten“
Sep 13 um 11:00

 

 

Katarina Jensen ist eine äußerst spannende und ungewöhnliche Künstlerin. Durch die Folgen einer schweren Erkrankung ist sie fast blind.

Anhand ihrer aufregenden Biografie findet man Zugang zu ihren künstlerischen Werken. Ihre Bilder vermitteln eine besondere Sicht auf diese Welt, die der Betrachter neugierig erforschen muss. Der musikalischen Künstlerin hat es besonders Udo Lindenberg angetan, von dem einige Bilder entstanden sind.

Geboren am 6. Februar 1944 im sächsischen Leisnig wuchs sie nach einer aben- teuerlichen Flucht aus dem Osten ab 1945 in Plettenberg/Westfalen auf. Nach dem Magister Artium 1970 (sieben freie Künste) zog sie in eine Kölner Wohngemeinschaft und gründete dort das Frauenzentrum Ehrenfeld e.V. Wenig später zog sie in die Burgenländische Kommune von Otto Mühl, mit dem sie dann auch zusammenlebte. Dort gab es jeden Tag Mal- und Zeichenkurse und abendlich eineinhalb Stunden Aktzeichnen.

Sie engagierte sich nebenbei im kommuneeigenen Verlag, widmete sich1980 der Pädagogik und unterrichtete Kunst für Kinder- und Erwachsenengruppen. Eine Odyssee führte sie von Marseille über München bis an die Algarve, wo sich ein Freundeskreis mit 16 Erwachsenen und neun Kindern 1996 niederließ.

Katarina Jensen unterrichtete dort die Kinder in Sprache und Musik mit Schwerpunkt Jazz. Gleichzeitig malte sie die Landschaften der Algarve mit Acryl und Ölkreide.1998 erkrankte sie an Brustkrebs. Nach gelungener Operation zerstörte eine hormonelle Nachbehandlung ihre Makula (Netzhaut). In Sekundenschnelle war ihr Schriftbild verpixelt. Sie konnte weder lesen noch ihren gewohnten Beschäftigungen nachgehen:

„Für mich ein biografischer Nullpunkt. Allem zum Trotz, fand ich plötzlich meinen eigenen Weg und beschloss einen Neuanfang! Alles, was mir obsolet erschien, wie alte Zeichnungen und Zeitungen, unpassende Kleidung oder alte Klamotten, wurde zerrissen oder zerschnitten. Aber wegwerfen tat mir leid! ICH ERFAND DIE PISELOTTE.“

Öffnungszeiten: samstags von 14.00 – 17.00 Uhr, sonntags von 11.00 – 17.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 23. August – 13. September 2020.

Okt
18
So
2020
Vernissage zur Austellung VERGESSEN?
Okt 18 um 11:00
Nov
15
So
2020
ABGESAGT!! Finissage zur Austellung VERGESSEN?
Nov 15 um 11:00 – 17:00
Apr
2
Fr
2021
Wasser – VERSCHOBEN
Apr 2 um 11:00 – Mai 8 um 16:00
Wasser - VERSCHOBEN

https://www.kulturkreis-torhaus.de/?page_id=3319

Das Wasser steht der Kultur bis zum Hals, aber die Künstler*innen Wiebke Daniel, Karen David, Maren Goericke, Werner Klein, Dieter Kieso, Günter Olbrisch, Cathrin Schulz-Mirbach und Knud Plambeck, ergänzend mit seinen Schiffskulpturen, die teilweise bei uns schon einmal zu sehen waren, trotzen dieser Tatsache, beeinflusst durch das Corona Virus.

Das Meer zu malen, Landschaften mit weitem Himmel, profane Gegenstände genauso wie Menschen in alltäglichen Situationen verdanken wir erstmalig der holländischen Genremalerei des 17. Jh. Maler wie Jan Steen, Jan Vermeer oder Gerard Terborch setzten sich von der bis dahin dominierenden Malerei der italienischen Renaissance ab, die auf narrative Motive bedeutungsvoller Literatur setzte. Bilder sind vor allem seit dieser Zeit Zeugnisse der sichtbaren Welt in sich immer weiter öffnenden Variationen, die der stetigen Entwicklung der Malerei entsprechen. Das Interesse für die beschreibende und damit im weitesten Sinne gegenständliche Malerei vereint mit unterschiedlichen Schwerpunkten auch die Malerinnen und Maler der Ausstellung „Wasser“.

Sinn und Bedeutung eines Bildes ergeben sich nach ihrem Verständnis allein aus dem, was das Auge sieht. Was liegt für norddeutsche Malerinnen und Maler näher, als sich dem Meer zuzuwenden, das unerschöpfliche, stets flüchtige und permanent sich wandelnde Motive bietet? Meeresbilder entstehen in einer fortdauernden mimetischen Auseinandersetzung mit dem Thema, die niemals abgeschlossen sein kann. Abhängig von Bildaufbau, Licht, Perspektive, Farbwahl und Detailtreue gleicht kein Meeresmotiv dem anderen und werden individuelle Zugänge der Malerinnen und Maler deutlich.